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Designermode im Kinderschrank – internationale Premiummarken haben den Nachwuchs für sich entdeckt
Dabei entwerfen die Designer absichtlich modische Abziehbilder der Eltern, was den Aufwand reduziert und die Ausbeute erhöht. Oft werden die Erwachsenenmodelle einfach ein paar Nummern kleiner geschneidert, so dass Mutter und Tochter ebenso wie Vater und Sohn im Partnerlook gehen können. Bei Cavalli finden sich dementsprechend wilde Modelle, Burberry kleidet auch die Kleinen brav mit karierten Faltenröckchen und Trenchcoats und bei Ralph Lauren findet sich Kleidung für kleine Eliteschüler in Hemd und Tweedjacke. Nachdem sich deutsche Eltern anfänglich zurückhaltend zeigten, begeistern sie sich immer mehr für die Edelmode in XXS. So wurden im vorigen Jahr in Deutschland 2,7 Milliarden Euro für Kinderkleidung ausgegeben. Zwar entfielen davon nur gut fünf Prozent auf die Luxusmarken, aber wie der amerikanische Modeschöpfer Marc Jacobs erklärt, ist es auch gar nicht das Ziel der Premiummarken, die breiten Massen zu erreichen. Vielmehr sollen die teuren Edelstücke die wachsende Zahl gut verdienender Ein-Kind-Familien ansprechen, in denen Sohn oder Tochter wie ein Statussymbol gehandelt wird. Und tatsächlich zeigen vor allem finanziell gut gestellte Mütter und Väter Mitte 30 gerne mit teuren Designerklamotten für ihre Kinder, dass sie sich einen gehobenen Lebensstandard leisten können. Quelle: stern.de, karriere.deFoto: encompassing (Flickr)
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